NRW/Niederrhein: Jäger über verschärftes Waffenrecht verärgert
Veröffentlicht: Mittwoch, 02.04.2025 12:37
Die Verschärfung des Waffenrechts nach dem Messerangriff von Solingen sorgt aktuell bei Jägern und Ämtern für Frust. Bei der waffenrechtlichen Zuverlässigkeitsprüfung müssen die Waffenbehörden nun Auskünfte von zahlreichen anderen Stellen über die Waffenbesitzer einholen. Dadurch sei die Anzahl der jährlichen Behördenabfragen bundesweit von 1,6 Millionen auf rund fünf Millionen Auskunftsersuche gestiegen, so der Landesjagdverband NRW in der Rheinischen Post.

Demnach dauerten einfache Verwaltungsvorgänge teilweise drei bis sechs Monate, manchmal sogar länger, heißt es. Beim Land haben man auf die angespannte Haushaltslage verwiesen. Kurzfristig könne leider keine Abhilfe geschaffen werden. In diesem Zusammenhang fordert der Verband weiterhin die komplizierten Regelungen des Waffengesetzes zu entbürokratisieren, sie transparenter zu gestalten und das Waffenrecht wieder „vom Kopf auf die Füße“ zu stellen.