Kreis Kleve: Mehr Straftaten und gesunkene Aufklärungsquote

Die Gesamtzahl der Straftaten im Kreis Kleve hat letztes Jahr deutlich zugenommen. Das Plus lag entgegen des Landestrends bei fast 4 Prozent. Gleichzeitig ist die Aufklärungsquote leicht gesunken. Beide Entwicklungen gehen aus der heute (13.3.2025) von der Polizei vorgestellten Kriminalstatistik für 2024 hervor. Deutliche Zunahmen gab es demnach vor allem bei Diebstählen und Gewalttaten.

© Kreispolizeibehörde Kleve

Auch die Zahl der Sexualdelikte und der Fälle von Kinderpornographie sind auf einem gleichbleibend hohen Niveau geblieben. Erfreulich sei dagegen die leicht rückläufige Entwicklung bei der Jugendkriminalität. Die Polizei im Kreis Kleve führt dies auf eine konsequente Präventionsarbeit im Umfeld von Schulen und Jugendeinrichtungen zurück. Leicht rückläufig ist demnach aich die Zahl von Delikten, bei denen ein Messer eine Rolle gespielt hat.

© Antenne Niederrhein

Im Rahmen eines Pilotprojektes geht die Polizei im Kreis Kleve auch verstärkt gegen modernen Menschenhandel vor. Dabei geht es insbesondere um die Ausbeutung ausländischer Leiharbeiter. Die Kreispolizei sei Pilotbehörde für die Planung und Durchführung verschiedener Maßnahmen. Daran seien drei NRW-Ministerien, das Landeskriminalamt NRW sowie niederländische Behörden beteiligt, sagte der Leiter der Direktion Kriminalität, Thorsten Schröder. Die Kreispolizeibehörde Kleve sei vor allem wegen ihrer Grenzlage ausgewählt worden. Hintergrund sind wiederholt Fälle von Ausbeutung ausländischer Arbeitskräfte in den Niederlanden sowie deren menschenunwürdige Unterbringung in Kreis Klever Grenzstädten. Eine spezielle Ermittlungskommission hat demnach bereits ihre Arbeit aufgenommen.

© Antenne Niederrhein
© Antenne Niederrhein